Gartenbeschreibung

Anfangs hatten wir einen Garten – jetzt hat der Garten uns

Was vor vielen Jahren als Hobby anfing, ist nun ein wunderschöner Garten für Besucher und Gäste. Kräuter und Duftpflanzen haben uns schon immer fasziniert. Im großen Duft-und Kräutergarten gibt es eine Sammlung von Kräutern aus der ganzen Welt.  Es gibt es Olivenkraut, das wirklich das Aroma von grünen Oliven hat, das wunderbar duftende Currykraut und viele, viele andere mehr.

Dabei steht der kulinarische Genuss im Vordergrund. So passiert es oft, dass es beim Kauf der Kräuter gleich das passende Rezept von mir dazu gibt. Wenn Sie durch den Kräutergarten schlendern ist schnuppern einfach Pflicht. Manche Kräuter geben ihren Duft nicht ohne weiteres frei, deshalb scheuen Sie sich nicht die Blätter zu reiben – vorsichtig, bitte. Wenn Sie am Wohnhaus vorbei gehen, zwischen den beiden Hainbuchen hindurch kommen Sie zum Waldgarten, dabei immer den Nord – Ostsee – Kanal im Blick, vielleicht kommt ja gleich ein Kreuzfahrtschiff vorbei. Die Bäume im Waldgarten sind überwiegend Eichen, die schon lange vor unserer Zeit gepflanzt wurden. Wenn das Blätterdach der Bäume im Frühling noch nicht dicht ist, wachsen hier, Anemonen, Lerchensporn, Schlüsselblumen und Elfenkrokusse. Der Wald ist vom Frühlingsduft erfüllt. Später kommen Beinwell und Bärlauch dazu. Wenn dann die weißen Blütenbälle des Bärlauchs ihr typisches Knoblaucharoma verströmen, geht der Frühling zu Ende.

KraeuterBaerlauch1Ganz besonders schön sind zu dieser Zeit die Blüten der verschiedenen Trillium – Arten. Das Blätterdach schließt sich und nun sind es verschiedene Grüntöne der Blätter, die die Blütenpracht ablösen. Schön zum Verweilen ist die Liebeslaube, ein wirklich romantisches Plätzchen für zwei. Der Café Platz war schon immer ein beliebter Platz zum Kaffee trinken, auch als noch niemand daran dachte den Garten für Besucher zu öffnen. Jetzt ist hier das Café Sonderbar. Wenn Sie das Gefühl haben, sich erst einmal stärken zu müssen, sind Sie hier genau richtig. Ein schöner, sonnenverwöhnter Platz mit freiem Blick auf den Kanal und seine bunten Schiffe. Für alle, die es ruhiger mögen, gibt es im Garten noch viele lauschige Sitzecken. Einfach am Tresen eine der Köstlichkeiten auswählen und mitnehmen. Der Café Platz ist von einer Buchsbaumhecke gesäumt in Form von Wellen, eine Verbindung zum Wasser des Kanals. Die Königin der Blumen hat einen ganz besonderen Platz, in einer Senke direkt vor dem Café Platz. Der schwere Boden hier, ist genau richtig für Rosen und die Sonne lässt die Farben leuchten. Als Begleitung für die Rosen haben wir Kugellauch, Taglilien und Gräser ausgewählt, auch ein paar spät blühende Stauden sind dabei. So ergibt sich auch im Herbst ein harmonisches Bild zu den Hagebutten, der botanischen Rosen, deren Blüten oft einfach sind. Mit besonderen Farben und Formen der Früchte haben sie dann ihren Auftritt. Besonders schön ist es im Rosengarten im Frühsommer, wenn die meisten Rosen blühen und die Luft erfüllt ist von ihrem Parfüm. Dann blüht auch die Ramblerrose  Paul`s Himalayan Musk, mit ihren leicht rosa überhauchten Blüten und ihrem wunderbaren Duft. Sie ist in die Krone einer uralten Birne gewachsen und grüßt aus 7 Metern Höhe.

RundgangWaldgeist1Im unteren Garten, wie wir ihn nennen, nahe dem riesigen Birnbaum, ist der große Teich. Schon gleich nach dem Bau des Teiches haben sich die ersten Lurche und Frösche eingefunden, als hätten sie nur darauf gewartet diesen Teich zu bewohnen. Seit einigen Jahren wohnen auch einige große Ringelnattern bei uns, sehr zum Ärger der Frösche. Der Teich besitzt eine Flachwasserzone mit verschiedenen Binsen und Wasserminze. Am Steg blühen Mitte Juni die blauen Iris und im Wasser die Seerose, die wir von einer älteren Dame geschenkt bekommen haben. Im Mittelbeet finden sich einige botanische Besonderheiten, wie die Stacheldrahtrose, mit ihren beeindruckenden Stacheln. Salvia glutinosa, der einzige Salbei mit gelben Blüten und die Lieblingsblume von Ingo Kruse, die Inkalilie mit ihren wunderschönen orangen Blüten. Ein bisschen schwierig ist sie ja, nach vielen missglückten Versuchen haben wir nun den richtigen Standort gefunden. Gleich gegenüber vom großen Teich, ist der Japangarten. Im seinem Zentrum ist ein Teehaus, in dem die Besucher bei Zen – Musik entspannen können. Die Einrichtung ist ganz spartanisch gehalten, mit ganz einfachen Holzmöbeln. Um das Teehaus ist der Garten im asiatischen Stil angelegt. In den Beeten Schwarzer Schlangenbart als Bodendecker, Bambus und Duftschneeball gibt die Höhe. Wie in asiatischen Gärten üblich, wurde auf blühende Pflanzen weitgehend verzichtet. Rechts vom Eingang ein Ahorn, dessen Zweige den Eingang beschützen und sich malerisch im Wasser des kleinen Teiches spiegeln, der vor dem Teehaus ist.

RundgangLeuchter1

RundgangPerlhyazinthen1

SchaugartenBachlauf1